Philipp Skibbe

Pen & Paper-Rollenspiel - Ein Crashkurs

Auch im Jahre 2011 gibt es Leute, die mich ratlos ansehen, wenn ich eines meiner Hobbys beim Namen nenne: Rollenspiel. Oder genauer: Pen-&-Paper-Rollenspiel. Damit die Anzahl derer steigt, die wissen, wovon ich rede, gibt es hier nun einen Crashkurs.

Das klassische Pen-&-Paper-Rollenspiel spielt man in einer Gruppe. Es geht darum, gemeinsam eine Geschichte zu erleben, deren Verlauf man selbst beeinflussen kann. Jeder Mitspieler benötigt nur einen Stift, ein Blatt Papier und ein paar Würfel. Einer aus der Gruppe übernimmt die Rolle des sogenannten Spielleiters, die anderen sind die Spieler.

Der Spielleiter beschreibt das, was innerhalb der Geschichte passiert. Dabei beschränkt er sich allerdings auf die Schauplätze und Figuren, denen man begegnen kann. Die Spieler wiederum spielen jeweils eine eigene Figur, ihren Spielcharakter. Wie dieser aussieht, was er kann und wie es ihm geht, wird auf dem erwähnten Blatt Papier festgehalten, dem Charakterblatt.

Vor dem Spiel sollte noch entschieden werden, was man genau spielen möchte. Denn Rollenspiele decken alle Genres bzw. Settings ab; Science-Fiction, Fantasy, Horror oder ein Agenten-Thriller in den 60er Jahren - alles ist möglich. Und damit es nicht zu Missverständnissen und Streitigkeiten im Spielverlauf kommt, sollten die Spielregeln fest stehen, damit jeder weiß, wie ein Spielcharakter erstellt wird und wie man würfelt.

Während des Spieles beschreibt der Spielleiter den Spielern die Situation, in der sich die Spielcharaktere befinden. Anschließend sagen die Spieler, was ihre Spielcharaktere tun. Wenn das etwas ist, wofür die Spielcharaktere sich etwas anstrengen müssen, z.B. beim überwinden einer Mauer, wird gewürfelt, ob dieser Versuch erfolgreich war. Aber egal ob erfolgreich oder nicht, oder ob gar nicht gewürfelt wurde - der Spielleiter erzählt, was genau passiert und beschreibt damit wieder die Situation, in der sich die Spielcharaktere befinden. Und so lange alle aus der Gruppe weiterspielen wollen, geht es nach diesem Muster weiter.

Klingt das kompliziert? Nein? Ist es auch nicht. Das einzige, was zu einem Abenteuer ausarten kann, ist die Suche nach dem Setting oder den Regeln, die einem am ehesten zusagen. Denn im Normalfall werden bei Rollenspielbüchern Setting und Regeln verknüpft und aufeinander abgestimmt, was nicht immer den eigenen Geschmack trifft. Mir gefallen z.B. Setting und Regeln von World of Darkness. Bei Dungeons and Dragons jedoch, interessiert mich zwar das Fantasy-Setting, aber die Regeln sind nicht mein Fall.

Das folgende Video, in dem Dungeons and Dragons gespielt wird, gibt dennoch einen guten Einblick in einen Rollenspielabend; auch wenn ich in meinen Runden auf die Verwendung von Miniaturen verzichte und möglichst wenig würfele. Aber gut, Miniaturen und Spielplan gehören halt zu den Regeln von Dungeons and Dragons.

Oben ist Episode 3 zu sehen. Hier gibt es The writers of Robot Chicken play D&D Teil 1 und alle weiteren Episoden in der Playlist.

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