Philipp Skibbe

Sin City

Sin City

Ich muss gestehen etwas vorbelastet zu sein, was Filme von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino angeht; eigentlich sogar mehr als "etwas". Aber das allein ist nicht der Grund, warum ich Sin City zu meinen Lieblingsfilmen zähle, auch wenn Rodriguez bisher immer meinen Nerv getroffen hat.

Sin City ist mit anderen Filmen nicht vergleichbar; zu ungewöhnlich, zu künstlerisch, ist seine Optik, da erfolgreich die stilisierten Bilder des Comics vom Papier auf die Leinwand übertragen wurden; alles, abgesehen von manchen Elementen, z.B. einem rotem Kleid oder blauen Augen, ist im Film in schwarz-weiß gehalten.

Drei Geschichten werden erzählt; und das ist wörtlich zu nehmen: während man zusieht, schildern die Charaktere dem Zuschauer ihre Sicht der Dinge. Die Sätze sind die selben wie im Comic. Die Bilder ebenso. Und natürlich auch die Story. Letzteres sorgte bei einigen Kinobesuchern für Verwirrung, da es abgesehen davon, dass manche Charaktere in mehreren der Geschichten auftauchen, keine Verbindung zwischen den Geschichten gibt; keinen roten Faden.

Mich hat dies alles nicht gestört. Im Gegenteil: Ich war begeistert. Der Film ist, wie Mark Millers Sin City-Comics - jedoch mit Ton und bewegten Bildern, und das habe ich, genau wie die Comics, genossen.

Ich mag Comic/Film-Noir-Geschichten über Liebe und Rache; über melancholische, aber dennoch willensstarke Männer, die für ihre Ideale kämpfen und an ihrer Seite Frauen haben, die wissen was sie wollen. Wenn es dabei verdammt brutal zugeht und auch nackte Haut zu sehen ist, dann habe ich damit kein Problem. Aber wie ich schon oben erwähnte: Ich bin etwas vorbelastet, was Filme von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino angeht.

(Sin City 2 und 3 wurden im übrigen bereits bestätigt.)

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