
Gefühlte 99% der Computerspiele versuchen uns eine Geschichte zu erzählen, durch die wir uns, unter Verwendung der dem Spiel eigenen Regeln, schrittweise hindurchbewegen. Das macht durchaus Spaß, sofern die Steuerung angenehm ist. Aber im Grunde ist es mehr ein Nachspielen eines Filmes, dessen Sinn darin besteht, der Handlung zu folgen, bis ein Abspann über den Bildschirm läuft.
Aber muss ein Spiel Sinn machen? Irgendwo im Netz sagte mal jemand dazu, dass ein Spiel ein Spiel ist, wenn es Spaß macht. Alles andere wäre nebensächlich. Das ist so subjektiv wie einfach. Und wenn jemand Spaß daran hat, irgendwelche Objekte zu umwickeln, warum nicht?
Darum geht es bei Zen Bondage. Vorgegeben sind 100 Meter Seil und sechs Holzfiguren, aus denen man wählen kann. Und alles was zu tun ist, ist nun die Flächen zu umwickeln.
Mit der Maus dreht man die Figur hin und her, und je besser man die Figur so mit dem sich langsam abwickelnden Seil umschließt, umso mehr färben sich bereits umwickelte Stellen ein. Wie viel Seil man noch zur Verfügung hat, und wie viel Prozent der Figur noch umwickelt werden müssen, zeigen einem die Zahlen an. Und hat man eine Figur vollständig eingefärbt und ganze 100% geschafft, kann man die nächste ausprobieren.
Das klingt langweilig? Probiert es einfach aus. Das Spiel ist kostenlos und - zumindest mir - macht es Spaß, bei angenehmer Hintergrundmusik die Figuren zu umwickeln.
Ein paar technische Hinweise zum Schluss: Auf der verlinkten Seite funktioniert der Download-Link nicht. Klickt einfach auf die Mirrors.
Das Windows-Spiel hat bei mir nicht sofort funktionert. Es wurden zwei .dll-Dateien vermisst: msvcp70.dll und msvcr70.dll. Die Lösung bestand bei mir darin, die Dateien msvcp71.dll und msvcr71.dll aus dem Windows/System32-Ordner in einen neuen zu kopieren, sie dort so umzubenennen wie die vermissten Dateien, und sie anschlißend, unter dem neuen Namen in den System32-Ordner zu verschieben.

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